
Veranstaltungshinweis Friedensbüro
Am 25. April 2025 um 11:00 Uhr findet die alljährliche Gedenkstunde für Roma und Sinti beim Mahnmal am Ignaz-Rieder-Kai 21 in Salzburg-Parsch statt. Die Veranstaltung erinnert an die Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Roma und Sinti in Salzburg. Von jenen, die im Lager an der ehemaligen Trabrennbahn eingesperrt wurden, überlebten nur wenige die NS-Herrschaft.
Im Rahmen der Gedenkstunde werden Vertreter*innen der Sinti- und Roma-Gemeinschaft sowie Politiker*innen von Stadt und Land Salzburg zu Wort kommen. Für die künstlerische Gestaltung werden Schüler*innen der Klasse 6R des Gymnasiums St. Ursula in Salzburg sorgen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Kulturverein österreichischer Roma und dem Friedensbüro Salzburg.
Hintergrund
Im Sommer 1940 trieben die Nationalsozialisten Roma und Sinti bei der ehemaligen Trabrennbahn Salzburg-Parsch zusammen und sperrten sie in die dortigen Pferdeställe. Die Roma und Sinti sollten in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert werden. Der Abtransport verzögerte sich zunächst, weshalb sie ins sogenannte „Zigeunerlager Maxglan“ gebracht wurden. Dort waren mehr als 300 Menschen inhaftiert.
Im Auschwitz-Erlass vom 16. Dezember 1942 wurde die Deportation von Roma und Sinti in ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau angeordnet. In der Folge wurde das Lager Maxglan Ende März/Anfang April 1943 aufgelassen. Der Großteil der Roma und Sinti wurde nach Auschwitz deportiert.
Am 14. Dezember 1985 wurde das vom Salzburger Künstler Zoltan Pap gestaltete Mahnmal für Roma und Sinti auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn enthüllt. Seit dem Jahr 2022 wird auf Initiative des Kulturvereins österreichischer Roma alljährlich in einer feierlichen Gedenkstunde an die NS-Opfer der Roma und Sinti gedacht.
Text und Foto: Friedensbüro Salzburg
Rückfragehinweis: Martin Sturmer, Tel. +43 699 1135 33 99, sturmer@friedensbuero.at
Information Vorstand
Am 27.02. wurde bei der Generalversammlung das Vorstandsteam für weitere 2 Jahre von den Mitgliedern gewählt. Die Stellvertreterin der Obfrau, Mag. Waltraud Aigner und die stellvertretende Schriftführerin Martha Korntner haben das Team verlassen, bleiben aber im Verein tätig.
Zur Obfrau-Stellvertreterin wurde Fr. Dr. Anita Moser und zur Schriftführerin-Stellvertreterin wurde Fr. Margaretha Rumpf gewählt.
v. li. nach re. Mag. Christine Hackenbuchner Schriftführerin, Dr. Anita Moser Obfrau-Stv., Trude Gruber Obfrau, Margaretha Rumpf Schriftführerin Stv.,
Christa Grundner Kassiererin Stv., Gertrud Mittendorfer Kassiererin
Text: Martha Korntner, Bild: Waltraud Aigner
Bericht NachPARSCHaften
Besuch in der GWS
Am 23. Jänner besuchten wir im Rahmen der Reihe NachPARSCHaften die Geschützten Werkstätten in der War-witzstraße.
Eine der wichtigsten Maßnahmen für die berufliche Eingliederung ist die Geschützte Arbeit.
Die GWS ist ein Wirtschaftsunternehmen mit sozialem Auftrag. Gegründet 1977 ist die GWS heute unter den acht Integrativen Betrieben Österreichs der älteste und derzeit der größte. Die Stärke liegt in der Fähigkeit, Menschen zu ihren persönlichen 100% an Leistungsfähigkeit zu führen und – oft nach einer langen Odyssee an Misserfolgen – das Arbeitsumfeld und die Ausbildung zu ermöglichen, die (endlich) zu ihnen passt. Immer mit dem Fokus auf vollwertige, gerecht entlohnte Arbeits- und Ausbildungsplätze mit allen Rechten und Pflichten.
Die GWS bietet im Bundesland Salzburg mehr als 550 MitarbeiterInnen und 39 Lehrlingen ausgezeichnete Rahmenbedingungen. Damit spielen integrative Betriebe als potenzielle ArbeitgeberInnen eine bedeutende Rolle. In Salzburg gibt es drei Standorte, in der Stadt Salzburg, in Bruck an der Glocknerstraße und in St. Margarethen mit den drei großen Geschäftsfeldern: Technik und Montage, Werbemittel und Souvenir und die Reinraummontagen.


Der moderne Betrieb erbringt qualitative und nachhaltige Leistungen und besitzt zahlreiche Zertifizierungen, Auszeichnungen und Gütesiegel.
Text und Fotos: Dr. Anita Moser
Bericht: Lesung
Lesung: Und weil sie nicht gestorben sind …
Die Mutter des Froschkönigs beklagte, dass sich einer ihrer Söhne in ein langhaariges Mädchen, eine Prinzessin, verliebt hatte und gab der Wasserschlange hierfür die Schuld, die vorhergesagt hatte, dass jener in Menschengestalt verwandelt werden sollte. Besagter Froschmutter ist auch in letzter Zeit ein junger Mann aufgefallen, der sich öfters in der Umgebung des Teiches aufhielt, der für die Frösche den Lebensmittelpunkt darstellte.
Das Rumpelstilzchen erklärt den Zuhörern, dass es der jungen Frau hätte helfen wollen, die in deren Kindheit ihre Mutter verloren hatte und von deren Vater, dem Müller, aus Geldgier an den König „verkauft“ worden sei. Sie könnte Stroh zu Gold verspinnen – so lautete die Anpreisung des Müllers gegenüber dem König. Der König war an dieser Kunst und an dem Menschen, der diese Kunst beherrschte, in hohem Maße interessiert. So verblieb das Mädchen beim König und sollte nun Stroh zu Gold spinnen, was es jedoch nicht vermochte. Das Rumpelstilzchen half unter der Bedingung, dass diese Hilfestellung geheim bleiben musste und diese Hilfsleistung kein weiteres Mal erbeten werden durfte. So spann das Rumpelstilzchen das gesamte in der Kammer befindliche Stroh zu Gold und verschwand; der König war höchst zufrieden und nahm das Mädchen zur Frau. Die junge Frau brachte wenig später ein Kind zur Welt. Der König verlangte neuerlich von der Müllerstochter, die zu diesem Zeitpunkt bereits seine Frau war, dass sie das Stroh, das in eine Kammer gefüllt wurde, zu Gold verspinnen möge. Rumpelstilzchen wurde nun von der verzweifelten jungen Königin in ihrer Not aufgesucht. Jenes bot der Königin an, mit ihrem Kind bei den Kobolden zu bleiben und die beiden wurden nicht mehr gesehen. Die Schauergeschichte mit der angedrohten Kindesabholung war letztlich reine Erfindung.
In der Geschichte vom Schneewittchen kamen gleich vier Personen zu Wort, und zwar zunächst die Stiefmutter, sodann der Jäger, dann einer der Zwerge und zuletzt der Prinz, der sie gerettet hatte.
Die Hexe im Märchen von Hänsel und Gretel, die das Geschwisterpaar in ihrem Jagdhaus aufgenommen und ausgestattet mit einer ansehnlichen Summe Geldes nach Hause entlassen hatte, konnte sich in ein anderes Land absetzen und vielen weiteren Kindern helfen. Die erfundene Darstellung mit der Hexenverbrennung machte deren Abtauchen möglich, zumal die Hexe als eine in Ungnade gefallene Angehörige der Adelsschicht Verfolgung hätte befürchten müssen.
Die Ziege, die die drei Brüder im Märchen vom Tischlein deck dich übel verleumdet hatte, rechtfertigte ihr Verhalten damit, dass es ihr Spaß bereitet hatte, die drei Brüder zu ärgern. Diese könnten im Übrigen der Ziege durchaus dankbar sein, zumal sie ja als Folge für die Verleumdung von deren Vater vom Hof verjagt worden seien und somit die Chance erhalten hatten, fortan ein eigenständiges Leben zu führen.
Als Zugabe las Frau Riedelsperger noch eine kurze Geschichte sowie ein Gedicht aus ihrem Büchlein stadt.land.dorf vor.
Text: Georg Werber, Bild: Waltraud Aigner
NachPARSCHaften
Besuch in der Virgilambulanz der Caritas Salzburg in Parsch
Am Montag, den 2. Dezember 2024 besuchten Mitglieder des Stadtteilvereins, die seit August bestehende Virgilambulanz der Caritas Salzburg, im Erdgeschoss des Albertus-Magnus-Hauses, Gaisbergstraße 27,. Frau DGKP Gabriele Huber führte uns durch die Räume, welche alle hell und ansprechend gestaltet sind und sie berichtete von der Arbeit in der Ambulanz.
Die Virgilambulanz, einzigartig in Salzburg, bietet niederschwellig medizinische Versorgung an, sowohl für Personen ohne Krankenversicherung, wie auch für Versicherte, die obdach- oder wohnungslos sind bzw. für Personen, die sich in Notlagen befinden.
Zwei praktische Ärzte (ein kürzlich pensionierter Arzt aus Obertrum) und ein aus Syrien stammender Arzt versorgen die Patienten in zwei Behandlungsräumen, die mit je einem Ultraschallgerät ausgestattet sind. Gastärzte unterstützen das Team. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen stellen die Wundversorgung sicher; Ordinationsassistent*innen betreuen die Patienten, Sozialarbeiter*innen beraten kostenlos.
Der Basis-Betrieb der Ambulanz ist finanziert. Die Kosten für bestimmte Medikamente oder Verbände müssen über Spenden aufgebracht werden.
Die Virgilambulanz ist von Montag bis Freitag zu den Ambulanzzeiten geöffnet. Der Zugang ist barrierefrei, eine Zugangsschleuse bietet Sicherheit. Folder in Deutsch, Englisch und Rumänisch informieren über Leistungen, Öffnungszeiten und Erreichbarkeit (Buslinien, 6, 10 und 12). Ehrenamtliche sind willkommen!
Text: Claudia Willi, Fotos: Gertrude Gruber
Bericht „Parscher für Parscher“
Herbstmarkt der Gruppe „Parscher für Parscher“ am Welttag der Armen.
In diesem Kooperationsprojekt von Pfarre und Stadtteilverein wird jährlich der Herbstmarkt vor der Pfarrkirche Parsch abgehalten.
Das Angebot, das von Jahr zu Jahr reichhaltiger wird, bietet Genähtes, Gestricktes, Gebasteltes, und Gekochtes an,
das in vielen Parscher Küchen und Haushalten in unzähligen Arbeitsstunden hergestellt wurde.
Damen der ehemaligen Kunsthandwerksgruppe des Stadtteilvereins stellen sich nun schon traditionell mit großzügigen und köstlichen Keksspenden ein.
Herzlichen Dank!


Der Erlös des Marktes kommt zu 100 % den Notleidenden von Parsch zugute.
Text: Magdi Rücker, Bild: Rosie Dürnberger
Bericht NachPARSCHaften
Führung durch Modellbahnausstellung
Am Freitag, den 15. November, besuchten wir im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „NachPARSCHaften“ die Modellbahnausstellung des 1. SMEC (1. Salzburger Modelleisenbahnclub) im Clubhaus, das ehemalige Stellwerk 7 der ÖBB, in der Gaisbergstraße. 29 in Parsch.
Seit mittlerweile 75 Jahren bauen Eisenbahnfans an der Anlage mit viel Kompetenz und noch mehr Freude an Details. Zwischen der Festung Hohenwerfen und der Festung Hohensalzburg kann man an die 100 Züge beobachten, dazu Szenen aus dem Alltag, Hochzeitsfeiern oder Brandeinsätze und vieles mehr. Ein Teil der Anlage ist abgedunkelt und winterlich verschneit. Hier kann man Sternbilder abrufen und unter anderem die Stille-Nacht-Kapelle oder eine Pistenpräparierung besichtigen. In den Vitrinen können Liebhaber der Firma Roco unzählige Lokomotiven und andere Fahrzeuge bewundern und man kann gebrauchte Modellbauartikel erwerben.
Geöffnet ist die Anlage alljährlich am 1. Adventwochenende, von 27. bis 30. Dezember und von 02. bis 06. Jänner, von 10:00 bis 17:00 Uhr .
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Nähere Informationen finden Sie unter www.smec.at
Text: Waltraud Aigner, Fotos: privat
Bücherschrank
Aus Alt mach neu!
die beliebte und sehr frequentierte Bücher Telefonzelle in der Gaisberg Straße erstrahlt in neuem Glanz.


Ein herzliches Dankeschön an unsere Obfrau, Gertrude Gruber und Hans, die viele Stunden beim, mangels Stromanschluss,
manuellen Abschleifen zugebracht haben, ebenso an Frau Nicole Schreilechner für die neue Umhüllung .
Von der Ferne leuchtet sie jetzt schon den vielen Lesern entgegen, die Anbringung eines dringend benötigten Mülleimers scheint auch in greifbare Nähe zu rücken.
Text: Magdi Rücker, Bild: Martha Korntner
Der Stadtteilverein hat eine Auszeichnung bekommen.
Auszeichnung für DEN STADTTEILVEREIN PARSCH: Ein Projekt vom Stadtteilverein ist 2025 in Wort und Bild im österreichweit verteilten „Freiwilligenkalender“ vertreten.
„Ehrenamt in den Vordergrund“: Unter diesem Motto lud das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz alle österreichischen Vereine bzw. Organisationen zur Teilnahme am Fotowettbewerb „52 Wochen – 52 Fotos zur Freiwilligentätigkeit“ ein. Ziel des Wettbewerbes war, die freiwilligen und ehrenamtlichen Tätigkeiten in Österreich darzustellen und zu würdigen. Aus den zahlreichen eingereichten Fotos und Projekten wählte eine Jury des Ministeriums die besten für den „Freiwilligenkalender 2025“ aus. Für die teilnehmenden Vereine aus Stadt und Land Salzburg hat sich die Teilnahme gelohnt: Ihr Verein ist nun mit Fotos und einer Projektbeschreibung im Freiwilligenkalender 2025 vertreten.
Würdigung bei Wiener Freiwilligenmesse
Die 12. Wiener Freiwilligenmesse im Wiener Rathaus bot den idealen Rahmen, den Freiwilligenkalender 2025 der Öffentlichkeit zu präsentieren und die ausgezeichneten Vereine bzw. Organisationen vor den Vorhang zu holen. Bundesminister Johannes Rauch und Sozialstadtrat von Wien Peter Hacker nahmen die offizielle Würdigung vor. Arbeitskreisleiterin Magdalena Rücker vom Stadtteilverein Parsch nahm die Auszeichnung für den Stadtteilverein Parsch entgegen. Wir gratulieren herzlich!
Der Freiwilligenkalender 2025 kann unter freiwilligenweb@sozialministerium kostenlos bestellt werden.
Bericht und Foto: Dr. Anita Moser
Bericht Vortrag
„Älter werden Zumutung oder Chance“
Vortrag der Gerontologin, Lebensberaterin und diplomierte Krankenpflegerin, Autorin


Am 16.Oktober fand sich eine – ausschließlich weibliche- Runde- zu einem Vortrag und anschließender Gesprächsrunde zum Thema Älterwerden ein.
Die veränderte demographische Entwicklung und die höhere Lebenserwartung bewirken, dass die Pensionszeit inzwischen fast gleich lang dauert, wie die aktive Zeit,
nämlich nicht mehr ca. 7-8 Jahre sondern ca. 30 Jahre.
Aufgrund dieser Veränderung ist es hilfreich bzw. notwendig diesen sosehr verlängerten Lebensabschnitt bewusst zu planen und zu gestalten.
Der Rat der Expertin lautet:
Sich dem Altern stellen,
aktiv, interessiert, vernetzt, humorvoll zu bleiben
die Zukunft planen, z.B. die Wohnsituation auf Alterstauglichkeit prüfen, Vorsorgevollmacht bzw. Patientenverfügung erstellen.
Positive Vorbilder suchen
Vorsorgen aber nicht „Viari Fiachten“ (voraus fürchten)
und seinem Leben ein WARUM geben, dann ist das WIE leichter zu ertragen (Viktor Frankl)
Frau Schiff hat uns an ihrem reichen Wissen und Erfahrungsschatz teilnehmen lassen und uns sehr positiv und humorvoll, durch diesen Nachmittag begleitet.
Danke für die wichtigen Impulse zum Gelingen unseres älter werdens !
Bericht und Fotos: Magdalena Rücker
Bericht: Stadtteilführung 1a
Ein besonderer „Wandertag“
Der 12. September war ein besonderer Tag für die 1a Klasse der Mittelschule Parsch. Claudia Willi, eine Urparscherin, Mitarbeiterin im Stadtteilverein und Mitautorin der „Parscher Chronik,“ kam an die Schule und erzählte den Kindern – die vorwiegend nicht in Parsch leben – Geschichtliches und Geschichten rund um den Salzburger Stadtteil. In Form einer Power Point Präsentation bzw. mit eindrucksvollen Bildern gewannen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck über den bevorstehenden „besonderen Wandertag“. Nach der theoretischen Einführung machte man sich bei strömendem Regen auf den Weg, um das vorab Gesehene konkret zu erleben. Die Kinder lauschten mit großem Interesse den Erzählungen und Anekdoten der lieben Claudia. Leider konnte – aufgrund des schlechten Wetters – nicht der gesamte Stadtteil abgegangen werden. Die Vorfreude ist jedoch groß, „Unterparsch“ bei einem nächsten Termin noch kennenzulernen.



Wir danken der lieben Claudia für ihre wertvollen und inspirierenden Ausführungen und dem Stadtteilverein, der diese Führung ermöglicht hat!
Bericht: Grenzenlos kochen
Grenzenlos kochen und essen verbindet



Im Salzburger Stadtteil Parsch wurde wieder grenzenlos gekocht und viele Gäste haben dieses besondere Event im Pfarrsaal miteinander genossen. Die Idee dazu entstand 2000 in der Gemeinde St. Andrä Wördern und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Initiative mit vielen weiteren Projekten. Dieses Projekt lernten innovative und engagierte Menschen aus Salzburg bei einer Exkursion kennen. Die Parscher holten das Projekt in ihren Stadtteil und seither wird es ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt.
Grenzenlos kochen – das heißt Begegnung zwischen Menschen! In der kleinen Küche im Pfarrsaal Parsch haben alle Platz – Nachbarn, Freundinnen und Freunde, Alte und Junge, Zugezogene, Gäste, begeisterte Köchinnen und Köche und – natürlich – begeisterte Verspeisende. Gemeinsam werden köstliche Gerichte kreiert und – ganz nebenbei – neue Kontakte geknüpft. Die KöchInnen bringen Zutaten und evtl. nötige Spezialgerätschaften mit (die übliche Küchenausstattung ist vor Ort vorhanden) und kochen für ca. 6 Personen, damit alle eine kleine Kostprobe bekommen. Gäste, die nicht kochen, geben eine freiwillige Spende für die Miete der Räume und helfen beim Abräumen und Abwasch.
Viele verschiedene nationale Speisen und Schmankerln wurden angeboten: Kochbananeneintopf mit Bohnen, Szegedinergulasch, Flammkuchen mit köstlichen Belägen, Salzburger Bierfleisch mit Spätzle, köstlichen Aufstrichen usw. all das und einiges mehr konnte man verkosten. Mit dabei waren auch zwei Künstlerinnen, die die BesucherInnen musikalisch und literarisch versorgten!
Der Stadtteilverein Parsch verfolgt mit diesem Projekt, das mittlerweile schon seit 14 Jahren äußerst erfolgreich durchgeführt wird, mehrere Ziele:
Kochen als Mittel der Kommunikation
Diversität als Chance
Förderung von interkulturellem Austausch und Integration
Möglichkeiten zur Partizipation



„Vor allem aber schafft das gemeinsame Kochen Interaktion und überbrückt Barrieren zwischen Menschen verschiedener Herkunft, verschiedenen Alters und Geschlechts“, freut sich Magdalena Rücker vom Stadtteilverein.
Text: Dr. Anita Moser, Fotos: privat
Bericht Jubiläum
20 Jahre Stadtteilverein Parsch
Am 28. September feierte der Stadtteilverein sein 20. Bestehen im Büro in der Clemes Krauss Straße mit viel Musik, Kulinarik und vor allem Gesprächen über die vergangenen Jahrzehnte, in denen die Ehrenamtlichen viel für den Stadtteil geleistet haben. Erinnert wurde an die zahlreichen Veranstaltungen und Sozialprojekte, die immer unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ standen. Und das gilt bis heute.
Das Programm, durch das der Moderator Andreas Gruber souverän führte, war bunt gemischt: Neben den obligaten Reden und Zeitzeugeninterviews gab es eine amerikanische Versteigerung eines Bildes von Charlotte Brandstätter, zu Gunsten des Vereins „Parscher für Parscher“, wunderbare musikalische Darbietungen unseres Chores Chorissima und des Gitarristen Aldo, zum Abschluss ein unterhaltsames Programm von Mag. Werner Gruber, für den Humor, eine besonders kraftspendende Ressource ist! Humor erspart Energie, fördert die Kommunikation und hilft uns in Konfliktsituationen – das haben wir mit Hilfe von sehr lustigen Bildern von ihm gelernt.



Auch an den Gaumenfreuden wurde nicht gespart: Neben einem delikaten Büffet erfreuten sich vor allem die Torten großer Nachfrage. So wurde der Nachmittag zu einem gelungenen Fest, dem noch viele weitere folgen sollten.




Bericht und Fotos: Waltraud Aigner
Bericht Lesung
Einblicke und Durchblicke
Am 3.9.2024 wurde uns von Frau Eva Löchli aus deren Werken, gesanglich und instrumental begleitet von Herrn Paul Freh, vorgelesen. Zunächst hat uns Frau Löchli eine mehrteilige Geschichte vorgelesen; danach fünf von ihr verfasste Gedichte. Zwischen den gelesenen Teilen hat Herr Paul Freh teilweise gesungen, teilweise auf seinen mitgebrachten Instrumenten gespielt; alles Eigenkompositionen.
Die Veranstaltung war trotz der großen Hitze, die an diesem Tag geherrscht hat, gut besucht. Beide Künstler stellten in Aussicht, dass sie uns in naher Zukunft neuerlich mit ihren Darbietungen verwöhnen werden, wenn wir sie dazu einladen.
Bericht
Die Kräuter in unserem Garten.
Am Samstag, den 6. Juli, traf sich am Vormittag eine interessierte Runde im Stadtteilgarten, um vom Kräuterexperten Lorenz Sporrer über die Kräuter in unserem Garten, ihre Kultur sowie über Wildkräuter, deren Anwendung und Heilwirkung, informiert zu werden. Doch der Experte beließ es nicht mit der Theorie, es wurde auch der Garten besichtigt, Kräuter gesammelt, geschnipselt und letztendlich mit großem Vergnügen verkostet, was uns die Natur so üppig schenkt. Auch ein Kräutertee fand große Zustimmung. Wer mehr über die Kräuter und die Zubereitung von Tinkturen, Ölen und Tees, gewürzt mit Dialektschmankerln, lesen möchte, für den empfiehlt sich das Kräuterbuch, das unter lorenzsporrer95@gmail.com (€ 10,- als Worddatei, €25,- per Post) zu erwerben ist.
Text und Fotos: Waltraud Aigner





Bericht
Der Wettergott hatte am Samstag, den 8. Juni, ein Einsehen und so konnte das Frühlingsfest im Stadtteilgarten trocken, aber fröhlich und beschwingt über die Bühne gehen. Es gab selbst gemachte Köstlichkeiten und ein schwungvolles Programm unseres Stadtteilchors mit Einlagen einer wunderbaren Solistin. Mit angeregten Plaudereien war der Nachmittag schnell vergangen, bevor die nächste Schlechtwetterfront eintraf.






Text: Mag. Waltraut Aigner, Fotos: Privat
Bericht Grenzenlos Kochen
Grenzenlos Kochen – ukrainisch
Am 16.4 lud der Stadtteilverein Parsch zum bereits bekannten und beliebten „Grenzenlos Kochen“ ein – diesmal mit dem Schwerpunkt ukrainische Küche. 25 Personen kamen und hatten nicht nur exzellentes Essen, sondern auch viel Spaß. Es gibt wenig, was Menschen so verbindet wie gemeinsames Kochen und Essen. Egal mit wem, nichts anderes sorgt so sehr für gute Stimmung und eine entspannte Atmosphäre, bei der jeder seinen Beitrag leisten kann: Gemeinsam Einkaufen, Kochen, Abwaschen, Zusammenräumen. Dabei wird nicht nur Wissen über Ernährung vermittelt, sondern kulturübergreifend voneinander und miteinander gelernt. Gemeinschaftlich zubereitete Gerichte schmecken nicht nur besser, sondern auch der persönliche Austausch bleibt in schöner Erinnerung – und bekanntlich finden die besten Partys sowieso in der Küche statt! Es ist immer wieder erstaunlich wie nahe man sich bei so einem gemeinsamen Kochevent kommt, was man alles von anderen über die Essenszubereitung lernen kann und wie gut man sich dabei ganz nebenbei gegenseitig kennenlernt.
Bericht: Alexander Glas, Fotos: Dr. Anita Moser
Bericht
Führung durch das Franziskanerkloster in Salzburg
Gut besucht war der Programmpunkt am 6. Februar 2024 im Rahmen der Reihe „Kultur in
Parsch erleben“. 23 TeilnehmerInnen, darunter sieben Nicht-Mitglieder erhielten wertvolle
Ausführungen und Einblicke durch Guardian Pater Thomas geboten, der uns durch die Räume des Klosters führte.
Das Gebäude, in welchem bis zum Herbst 1938 der Klosterbetrieb beheimatet war, erlebte eine
wechselhafte Geschichte. So hieß es im Oktober 1938, dass es innerhalb von sechs Stunden
geräumt werden müsse. Danach diente es der Gestapo als Amtsgebäude. Die bislang in diesem
Gebäude beheimateten Franziskanermönche hatten für einige Jahre keine gemeinsame
Unterkunft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Gebäude als Unterkunft für
US-amerikanische Besatzungssoldaten und in weiterer Folge dem Österreichischen Rundfunk
als Studio.
Danach konnten die Franziskanermönche ihr angestammtes Quartier wieder beziehen; nach
jahrelangen Bauarbeiten (2020 bis 2023) erstrahlt es heute in neuem Glanz.
Der Bevölkerung außerhalb der Klostermauern wird die Möglichkeit zur Beichte, wie auch zu
informellen Gesprächen mit den Franziskanermönchen geboten. An den letzten
Wochenendtagen im Monat wird ein Verkaufsmarkt für allerlei Kunst- und
Gebrauchsgegenstände abgehalten.
Der große Saal, einst der gemeinsame Speiseraum, wird heute als Veranstaltungsraum genutzt
und kann auch von Außenstehenden gemietet werden. Im Kloster selbst befinden sich keine
Reichtümer, wohl aber nützliche, technisch ausgereifte, Einrichtungen wie eine moderne Küche
und ein Marmorofen, der für wohlige Wärme im Veranstaltungsraum sorgt.
Wir durften während der zwei Stunden, die die Führung dauerte, wertvolle Einblicke in das
Klosterleben gewinnen und haben verschiedentliche interessante Einzelinformationen
erhalten.
Text: Georg Werber
Bilder: Waltraud Aigner
Grenzenlos Kochen
Seit 2010 treffen wir uns im Pfarrhof Parsch einmal im Jahr zum
„grenzenlos kochen“.
Dass diese Veranstaltungsreihe immer noch lebendig und beliebt ist, lässt die Frage aufkommen, was das Besondere daran ist.
Die Kochabende haben es in sich, da geht es bei weitem nicht nur um den Genuss des Essens und Kochens, sondern vor allem um
das Kennenlernen und zusammenarbeiten.



Was macht das Besondere dieser gelungenen Kochabende aus?



Das Miteinander von Jung und Alt, von Menschen aus verschiedenen Kulturen.
Das Zwanglose und scheinbar Unorganisierte, Chaotische, Improvisierte.
Die Lust am gemeinsamen Kochen, Schmecken und Riechen.



Die vertrauten Geschmackserlebnisse und Düfte, die Brücken bauen zur Kindheit, zur Heimat und zur Vergangenheit, die Offenheit und Neugierde jedes Einzelnen, Menschen kennenzulernen, die man sonst nicht getroffen hätte.
Die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen für das Gelingen des Abends, sei es als Gast, Koch oder Köchin, als jemand der Geschirr spült,
oder als Spender*innen.



Die schon traditionelle Eröffnung mit Beiträgen, meist von VS Kindern, heuer von den SängerInnen der 2.Klassen der VS Abfalter.
Es wird am laufenden Band gekocht, ist eine Speise fertig, wird das lautstark angekündigt, der Koch, die Köchin wird vorgestellt
und jeder kann sich nun eine Kostprobe abholen.
Wie es geschmeckt hat kann man den Einträgen in das Gästebuch entnehmen.
Text: Magdi Rücker, Fotos: Stadtteilverein Parsch
Bericht
Herbstfest und kochen ohne Strom
Bereits zum zweiten Mal haben wir, in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutzverband Salzburg, den Besuchern unseres Herbstfestes Informationen zum Thema „kochen ohne Strom“ näher gebracht. Unsicherheit in der Energieversorgung, stets steigende Technisierung und intensiver werdende Unwetter – das alles beunruhigt uns im heutigen Alltag. Ein länger andauernder Stromausfall, Radioaktivität in der Umgebungsluft oder aufgrund von Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten: Vor diesen Gefahren kann sich die Bevölkerung selbst schützen – im Rahmen der privaten Krisenvorsorge. Wolfgang Hartl lieferte dazu konkrete Tipps und servierte uns Kostproben von den, ohne Strom, gekochten Speisen. Informationen zum Thema erhalten Sie beim Zivilschutzverband Salzburg unter www.szsv.at.




Nostalgiefahrt mit einem Oldtimer Obus
Der Stadtteilverein hat bereits zum zweiten Mal eine Nostalgiefahrt mit einem O-Bus aus dem Jahr 1957 angeboten und sie wurde sehr gut angenommen. Start war bei der Haltestelle Josef Messner Straße, Linie 6. Die Route des früheren A-Wagens führte uns in die Obergnigl, hier gab es einen Stopp für Fotos mit dem Bus, dem Fahrer und dem Schaffner, dann ging es weiter durch die Stadt zum Hanuschplatz, über die Karolinenbrücke zum Schmederer Platz und zurück zur Einstiegstelle. Der Stadtführer Mag. Staudinger informierte uns über die Geschichte, den Bau und die Verbreitung des O-Busses in aller Welt und machte auf Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke aufmerksam. Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie die Menschen lächeln, wenn sie den alten O-Bus sehen, vielleicht denken sie, genau wie ich, an ihre Schulzeit wo diese Busse noch eingesetzt waren.
Martha Korntner
Neue Zeiten
Die Sprechstunde jeden Dienstag und die Handyberatung jeden 1. Dienstag im Monat finden ab September von 10:00 bis 11:00 Uhr statt!
Bericht Plauderbank
Große Freude für das Plauderbank-Team

Am 29. Juni fand die letzte Plauderbank vor der Sommerpause im Preuschenpark statt. Und zwar auf einer eigens für den Stadtteil-Verein gekennzeichneten Bank. Dank der hartnäckigen Nachfrage von Birgit Pichler bekam eine Bank vom Gartenamt der Stadt eine Plakette, die sie – inclusive QR-Code – als Plauderbankerl ausweist. Und geplaudert und Eis gegessen wurde bei herrlichem Wetter. Die nächsten Termine werden zeitgerecht bekannt gegeben.
Text: Waltraud Aigner

Fotos: privat
Frühlingsfest im Stadtteilgarten
Am Samstag, den 3. Juni, ging bei idealem Wetter das traditionelle Frühlingsfest im Stadtteilgarten in der Nesselthalergasse über die Bühne. An die 50 BesucherInnen genossen einen unterhaltsamen Nachmittag und erfreuten sich an den künstlerischen Darbietungen des Stadtteilchors Corissima unter der dynamischen Leitung von Laura Humphreys und an den einschmeichelnden Gitarrenklängen des chilenischen Künstlers Aldo Barntà.


Es wurde angeregt geplaudert und die selbst gemachten kulinarischen Köstlichkeiten fanden dankbare Abnehmer. So mancher holte sich auch Anregungen von den BeetmieterInnen für den Anbau von gesundem Gemüse und Früchten.


Text: W. Aigner
Bilder: privat
Besuch bei der Lebensarbeit.
Hoffnung auf Neustart
Am Donnerstag, den 27. April, führte uns Frau Mag. Barbara Reschreiter durch die Holz- und Textilwerkstätten des Projekts „Lebensarbeit“ in der Teisenberggasse und stellte uns die professionellen Dienstleistungen für Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen vor. Derzeit werden 14 Personen im Alter von 28 bis 60 Jahren auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet, unterstützt und begleitet von SpezialistInnen. Die TeilnehmerInnen erhalten eine geregelte Entlohnung für längstens ein Jahr, werden aber bei Bedarf noch weitere drei Monate betreut. Deutsch A2 ist Voraussetzung, ansonsten finden sich Personen ohne Ausbildung und andere mit sehr guten Vorkenntnissen in den verschiedenen Werkstätten, in denen mit Textilien und alten Möbeln neue kreative Ideen umgesetzt werden. So fertigt man dort unter anderem als Unterrichtsmaterial liebevoll gestaltete Bauernhöfe aus Holz mit den verschiedenen Tieren. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit der einzelnen abzuklären und mit Hilfe verschiedener Workshops Fähigkeiten zu entwickeln, damit die Teilnehmenden zum Beispiel mit Konflikten und Kritik umgehen lernen. An Einzelschicksalen erläuterte Frau Reschreiter, mit welch schweren Lebensumständen ihr Team konfrontiert wird. Das Land Salzburg finanziert diese soziale Arbeit seit ca. 30 Jahren. Die Produkte können direkt in den Schauräumen besichtigt und erworben werden.




Lesung „Der Bedun“ und „Der Bedun, ein neues Leben“
Die pensionierte Hallwanger Juristin gewinnt, im Zuge der „Flüchtlingswelle“ 2015 als Sprachtrainerin bei der Diakonie, ganz persönliche Einblicke in die Lebensgeschichten der meist jungen Männer, die auf Grund der politischen Ereignisse in ihrer Heimat Irak, Afghanistan etc. nach Europa kamen. Drei Jahre lang begleitete Frau Zankl sie zu Behörden, unterrichtete sie und hilft ihnen bei der Bewältigung vieler Schwierigkeiten; nach eigener Aussage eine spannende Zeit für die Neo-Pensionistin.
Erst das Jahr 2019 setzt mit dem Lockdown, infolge Covid, ihrem menschlichen Engagement ein Ende.
„Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben“ Toni Morrison
Gesagt, getan es entstand nach authentischen Erzählungen und vielen Recherchen der Roman „der Bedun“ (= ohne) Rashid Karim Al Bassiri in Kuwait geboren, flüchtet mit seinen Eltern und Geschwistern während des 2.Golfkriegs in den Irak Sadam Husseins. Großvater und Vater waren Schafzüchter, jetzt aber kämpft die Familie auch wegen des amerikanischen Embargos ums Überleben. Nach dem Sturz Sadam Husseins und dem Abzug der Amerikaner folgt der Religionskrieg zwischen Sunniten und Schiiten, die Familie wird staatenlos. Bei den Behörden, so wird vermutet, wird der Name eines Bedun nur mit Bleistift geschrieben und kann leicht ausradiert werden.
Rashid, ein tiefgläubiger Moslem gründet seine eigene Familie, wird Soldat, muss aber seine Frau und seine Kinder 2015 im Irak zurück lassen und sich neuerlich, allein, diesmal nach Europa über die Balkanroute, Türkei und Griechenland auf die abenteuerliche Flucht mit ungewissem Ausgang machen.
Ein Leben zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnung und Verzweiflung und eine wahre Geschichte über Freundschaft zwischen den Kulturen. Ein menschliches Schicksal, das die Asylproblematik und die Wege der Flüchtlingsströme nach und in Europa, fern der journalistischen Schlagzeilen, im Leben eines Menschen beleuchtet.
Christine Hackenberg
Nähere Informationen auf Instagramm unter Susanne_Zankl
Sie können die Bücher im Stadtteilverein per mail unter, stadtteilverein.parsch@gmail.com, bestellen.

Fotos: Susanne Zankl
Frauentraditionen im Jahreslauf
Frau Renate Fuchs-Haberl, auch bekannt als die „Wildmohnfrau“ erklärte in ihrem Vortrag vom 2. März 2023, dass aus Bräuchen, die viel älter als das Christentum sind, diverse Traditionen im Christentum geworden sind. So sind etwa aus den „drei heiligen Madln“ verbunden mit den Farben grün, rot und schwarz, die „Heiligen Drei Könige“ entstanden. Weiters war zu erfahren, dass Schiachperchten nur vor der Wintersonnenwende (21.Dezember) und danach nur noch Schönperchten umgehen dürfen. Dies geht zurück auf die Frau Percht mit den zwei Gesichtern.
Die „Wildmohnfrau“ gab schließlich Einblick in verschiedentliche erdverbundene Rituale und jahreszeitliche Feste, die sich verteilt auf den gesamten Jahreszyklus beobachten lassen.
Text: Mag. Dr. Georg Werber, Fotos: Renate Fuchs-Haberl
Grußworte der neuen Obfrau!
Ein herzliches ‚Grüß Gott‘ an alle Mitglieder
sowie BewohnerInnen in Parsch und Umgebung.
Mein Name ist Gertrude Gruber und bin die neue Obfrau der Stadttteilentwicklung Parsch. Ich bin schon ca. 15 Jahre im Verein ehrenamtlich tätig.
Ich danke allen Teilnehmern der Generalversammlung für Ihr Vertrauen. An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an unsere ehem. Obfrau Martha Korntner, ihre vorbildliche Arbeit, sowie allen Vorstandsmitgliedern, die uns bis auf Clemens Haider, erhalten bleiben.
Vereine sind ein wichtiger Bestandteil einer gut funktionierenden Gesellschaft in einem übersichtlichen Umfeld. Sie leisten einen unschätzbaren ehrenamtlichen Beitrag für Menschen aller Altersklassen und Kulturen.
Der Verein soll ein Ort der Zugehörigkeit sein, der an anderer Stelle vielleicht fehlt, wonach sich heute so viele Menschen sehnen.
Er ermöglicht Freundschaften zwischen Generationen ,die sich nicht nur für Kultur, Feste und Geselligkeit interessieren, sondern auch für andere Anliegen und Themen. Die Möglichkeit zum Austausch der Gedanken wird gerne angenommen.
Wir sind ein sehr gutes, verlässliches neues altes Team und werden die nächsten 2 Jahre – soweit unsere Mittel reichen – wieder optimistisch und zuversichtlich an die Arbeit gehen.
Ich persönlich freue mich auf viele neue Mitglieder, interessante Veranstaltungen sowie schöne, lustige Begegnungen.
Es sind alle herzlich willkommen.
Bericht: Abschlussveranstaltung unseres Jahresthemas „Öko-fair leben in Parsch“.
Fair-wenden statt verschwenden!
Als Abschlussveranstaltung des Jahresschwerpunktes „Nachhaltig leben in Parsch“ fand am 18. November im Novum CK21 eine Präsentation des Vereins „Soziale Arbeit gGmbH“ statt. Die Obfrau des Stadtteilvereines Martha Korntner ließ zu Beginn die Aktivitäten im vergangenen Jahr Revue passieren: Das Angebot reichte vom ökofairen Frühstück bis zu den konsumkritischen Stadtspaziergängen und dem Vortrag „Kochen ohne Strom“. So versucht der Verein seit 18 Jahren ein Sprachrohr für die Bewohnerinnen und Bewohner von Parsch zu sein.
Umrahmt wurde die Präsentation von den Gitarrenklängen des chilenischen Künstlers Aldo Barntà.

Der Verein „Soziale Arbeit gGmbH“ wurde von drei Mitarbeiter:innen vorgestellt: Gertrude Voggeneder, Oktei Eghbal und Caroline Schwarzacher informierten über die verschiedenen Bereiche, deren Hauptziel die Reintegration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt ist. Dies erfolgt unter fachlicher Anleitung und wird durch psychosoziale Beratung unterstützt. So wird unter anderem im „Schmankerl“ gekocht, im Verein TAO werden hauptsächlich Textilien gesammelt und wieder verkauft. Nur wenige Spenden (8%) können gar nicht verwendet werden. Bei der „Lebensarbeit“ werden renovierte Möbel, schöne Dinge aus Textilien, Lernmaterialien und pädagogisches Spielzeug, Ordnungshilfen, Geschenkartikel aus Papier & Holz und upgecycelte Einzelstücke in Kreativ-Werkstätten erzeugt. Genaueres erfährt man unter https://www.soziale-arbeit.at
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Bildungswerk durchgeführt.
Text und Bilder: W. Aigner
Bericht
ÖKOFAIR leben in PARSCH „Kochen ohne Strom“ 02.06.2022 Stadtteilgarten
Der Stadtteilverein Parsch wollte nicht warten bis es dunkel wird (wie im amerikanischer Thriller von 1967, bei dem sich eine blinde Frau, Audrey Hepburn, mit einem drogensüchtigen Psychopaten auseinandersetzen muss) Spätestens seit Marc Elsbergs Roman „ Blackout“ wissen wir, dass ein weltweiter Stromausfall jederzeit passieren kann. Da ist es gut vorgesorgt zu haben, das dachten sich auch unsere 30 Besucher.
Im Stadtteilgarten, bei strahlendem Sonnenschein, stellte uns Herr Wolfgang Hartl den Salzburger Zivilschutzverband, eine präventive Serviceplattform für Katastrophenfälle, vor. Sie verstehen sich nicht als Einsatzorganisation, sondern wollen die Bevölkerung informieren was man im Krisenfall tun kann.
- Kernthema: Bevorratung, Verhalten bei Katastrophenfällen aller Art, Lockdown etc.
- Kernthema: Radioaktivität, seit dem Krieg in der Ukraine leider wieder sehr aktuell
- Cyberkriminalität: kriminelle Anrufe bei vielen Menschen, Selbstschutz im Internet etc.
- Paketnachverfolgung: oft eine Falle für den PC, weil nicht von der Post verschickt…
- Blackout: ein überregionaler Stromausfall, Stromversorgung ist länderübergreifend vernetzt, Problem des ständig steigenden Stromverbrauchs, es kommt auch zu Stromschwankungen (Verbraucherspitzen). Das europäische Stromnetz ist wie ein Spinnennetz gebaut. Bei Stromausfall trifft es nicht nur unsere Handys, PCs etc… Menschen stecken in Tiefgaragen und Liften fest, Eingänge zu Supermärkten und Kassen außer Funktion, daher ist Lebensmittel Bevorratung wichtig.
Und jetzt wird’s spannend…. Unsere hochtechnisierte Gesellschaft kommt plötzlich, völlig unerwartet zum totalen Stillstand !!!
Die Lösung:
- Für Garten oder Balkonbesitzer:
In einem Dutch Ofen, einem gusseisernen Gefäß mit Deckel kann man mit handelsüblichen, glühenden Briketts, die in einer feuerfesten Wanne angezündet wurden, Wasser erhitzen und Nudeln kochen, dieses besondere Gefäß hält 3 Stunden warm.
- Indoor:
Auf einer Notkochstelle (zusammensteckbare Metallecken) ist es durch Entzünden von Brennpaste (alles im Campingbedarf erhältlich) optimaler Weise, im guten alten Emailtopf, gefahrlos möglich zu kochen. Ist Brennpaste nicht zur Hand, funktioniert es auch mit verkehrten Kaffeetassen auf Untertellern und einem Backofenrost.
- Der Blackout Kaffee
kann auch mit Hilfe einer umgebauten 1,5 l Mineralwasserflasche aus Plastik) gefiltert werden. Glücklich, wer noch eine Kaffeemühle mit Handkurbel zu Hause findet.
- Bevorratung:
der mündige Bürger darf seine Ernährungsweise selbst wählen und sollte daher seinem Geschmack entsprechend individuell vorsorgen. Nicht zu vergessen: worst case: Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung (Toilettenspülung), Müllabfuhr fällt aus….
- Ein kreativ gestalteter “Wärmeofen“
aus übereinander gestellten Blumentöpfen und Teelichtern wärmt hoffentlich auch den Verzweifelten.
Bleibt nur zu hoffen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, dass dieses Katastrophenszenario nicht eintreten wird, angesagte Katastrophen finden angeblich nicht statt, aber nix ist fix.
Informationen zum Thema:
Salzburger Zivilschutzverband, Karolingerstr. 32, 5020 Salzburg
Tel. 066283999 Mail: office@szsv.at Web: www.szsv.at
Informationsmaterial im Stadtteilbüro erhältlich.
Christine Hackenberg
Bericht
Die Plauderbank beim frischen Bücherschrank.
Warum frischer Bücherschrank? Er ist schon in die Jahre gekommen, immerhin kann man hier schon seit 2014 Bücher angeben und abholen, dementsprechend war er schon renovierungsbedürftig. Mit vereinten Kräften unter Mithilfe von tatkräftigen Mitgliedern wurde er repariert, mit neuer frischer Farbe, unserem LOGO versehen und gereinigt.
Ebenso neu ist die Plauderbank neben dem Bücherschrank, sie wurde mit einer Lesung der Parscher Autorin Eva Gugg aus ihrem Buch
Wie war das noch mal – vor Corona?
Ein Elfjähriger bewältigt die Coronakrise mithilfe seiner Erinnerungen an die schönen Erlebnisse mit seinen geliebten Großeltern, durch die er insbesondere auch das unbeschwerte und rustikale Leben auf dem Lande schätzen und lieben lernt
Format: 13,5 x 21,5 cm Seitenanzahl: 118 ISBN: 978-3-99131-117-1
und mit wunderbaren Gitarrenklängen von Eduardo aus Mexico, der hier in Salzburg studiert, eingeweiht.
Bericht
Festungsführung am 06.05.
Vom Treffpunkt, der goldenen Kugel am Kapitelplatz ging es zur Festungsbahn, leider bei strömenden Regen. Dort erwartete uns unser Guide Hans Peter, der uns durch sie Festung führte.
Das erste Ziel war die Galerie, wo wir interessante Informationen über die Entstehung und die verschiedenen Bauarten der Festung bekamen. Die nächste Station war der Turm, von wo man, trotz strömenden Regens, eine wunderbare Aussicht über die Stadt und das Areal der Festung hatte, sogar ein bisschen mystisch. Wieder indoor, ging es zum „Salzburger Stier“, einer Walzendrehorgel, die ihren Ursprung bereits Anfang des 16. Jahrhunderts hat, zum goldenen Saal mit einem wunderbaren Sternenhimmel und zur goldenen Stube, hier befindet sich der berühmte spätgotische Majolka-Kachelofen aus dem Jahre 1501.



Ich kann hier gar nicht alle Sehenswürdigkeiten aufzählen, die man besuchen kann, sowohl in der Festung, als auch im Burghof, z. B. den Wurzelstock der 500 Jahre alten Linde, oder der Reißzug, die älteste erhaltene Standseilbahn der Welt, errichtet 1460 für Materialtransporte, er wird heute noch verwendet.
Das war nur ein kleiner Auszug unseres Besuches der Festung Hohensalzburg, den ich auch alt eingesessenen Salzburgern nur sehr empfehlen kann, denn ich habe sehr viel Neues über meine Heimatstadt, in der ich seit vielen Jahren lebe erfahren.
Martha Korntner